Die beste Kamera für’s Wandern und Bergsteigen

Sony RX100 VI

Die beste Kamera für’s Wandern und Bergsteigen

Seit knapp zehn Jahren bin ich in den Bergen unterwegs und meine Kamera war mir stets ein treuer Begleiter. Mit viel Zeit in den Bergen, der Bereitschaft immer wieder dazuzulernen und einer guten Kamera konnte ich mir ein großes Portfolio an Bergfotos aufbauen.

Die beste Kamera für’s Wandern und Bergsteigen: Gibt es sie überhaupt? Ich möchte Euch in diesem Beitrag unterschiedliche Arten von Kameras vorstellen, von denen ich der Meinung bin, dass sie eine gute Wahl für die Berge sind.

Seid ihr generell an der Bergfotografie interessiert, dann schau für einen Überblick aller meiner Beiträge zu diesem Thema unter Bergfotografie – Der ultimative Leitfaden vorbei.

Folgende Eigenschaften sind mir bei einer Kamera für die Berge wichtig

  • Gute Bildqualität
  • Fotografieren im RAW-Format
  • Kompaktheit und geringes Gewicht
  • Ausreichende Brennweite im Weitwinkel- und Tele-Bereich
  • Ein paar Features fürs Filmen, die ich aber separat betrachten möchte

Vielleicht werdet ihr euch wundern, warum ich euch im Folgenden vorwiegend Sony-Kameras vorstellen werde.

Ich werde nicht von Sony für den Beitrag bezahlt, aber persönlich finde ich, dass Sony einfach sehr gute Produkte im Bereich Kompakt- und Systemkameras herstellt. Diese Kameraklassen sind aufgrund ihrer Größe ideal für’s Wandern und Bergsteigen. Ich schleppe schon seit vielen Jahren keine schwere DSLR-Kamera samt Objektiv auf den Berg!

Das Magazin Chip listet in seiner Bestenliste für Digitalkameras in den ersten Positionen fast ausschließlich Sony-Kameras aus der RX-Reihe, was deren Qualität unterstreicht.

Den Sensor, den Sony in seine Kameras verbaut, ist wirklich ein Traum. Die RAWs haben einiges an Spielraum für die Nachbearbeitung und eine sehr gute low-light Performance. Daher bitte immer im RAW-Format fotografieren, nicht nur in den Bergen beim Wandern!

Aber andere Hersteller bauen auch gute Kameras und ich möchte euch natürlich auch ein paar Alternativen zu den Sony-Kameras vorstellen.

Kompaktkamera

Wenn es eine Kamera gibt, die ich immer mit dabei habe beim Wandern und Bergsteigen, dann ist es eine Kompaktkamera. Das ist natürlich naheliegend, denn sie passt in jede Hosentasche und ist immer griffbereit.

Moderne Kompaktkameras sind sehr gut ausgestattet und haben eine gute Bildqualität und teilweise auch tolle Features fürs Filmen.

Bitte beachtet aber, dass Kompaktkameras nicht gleich Kompaktkameras sind. Ich empfehle unbedingt, dass ihr eine Kamera wählt, die einen 1 Zoll großen Sensor verbaut hat. Dieser Sensor ist für diese Kameraklasse sehr groß und liefert eine außerordentlich gute Bildqualität ab.

Solche „professionellen“ Kompaktkameras kosten etwas mehr als Einsteiger-Varianten, aber der Aufpreis lohnt sich alle Mal. Für schöne Fotos aus den Bergen würde ich doch ein wenig mehr Geld investieren.

Nun möchte ich euch einige Modelle aus dieser Kameraklasse vorstellen, die ich besonders geeignet für’s Wandern und Bergsteigen finde.

Sony RX100 – Meine erste Empfehlung als Kamera für Bergtouren
Sony RX100 VI

Als Sony die erste Version der Sony RX100 auf dem Markt gebracht hat, wurde eine neue Kameraklasse geboren.

Die RX100 I war nämlich erste Kompaktkamera für die Hosentasche mit einem 1 Zoll großen Sensor, der zusammen mit einem Zeiss Objektiv eine bisher noch nicht dagewesene Bildqualität liefert.

Sie war mir bei meinen Reisen in den Alpen und im Himalaya eine treue und zuverlässige Begleiterin. Sie hat mich bei meinen zahlreichen Bergabenteuer kein einziges Mal in Stich gelassen.

Sony RX100 I Beispielbild

Kamera für's Wandern

Matterhorn

Sony RX100 Beispielbilder aus den Bergen

Danach folgten im Jahresabstand neue Modelle der wohl erfolgreichsten Kompaktkamera aller Zeiten.

Definitiv empfehlen als Kamera für Wander- und Bergtouren möchte ich die aktuellen Modell (VI und VII) der Sony RX100.

2018 hat Sony hat das Konzept der RX100 überdacht und mit der Sony RX100 VI * zum ersten Mal eine Version mit einer Brennweite von 24-200 mm auf den Markt, einer weitaus größeren Brennweite als bei allen bisherigen Kameras der Serie.

Der erweiterte Telebereich ist nämlich eigentlich das Revier der hauseigenen Sony RX10 Serie, die allerdings als Bridgekamera nicht mehr in die Hosentasche passt.

Während die RX100 Fangemeinde teilweise enttäuscht ist, weil sich durch den neuen Zoombereich die Lichtstärke des Objektivs verringert hat, ist die sechste Version der RX100 Reihe nun für mich die perfekte Kamera für die Berge.

Mit einer etwas geringeren Lichtstärke kann ich in den Bergen problemlos leben!

Sony hat 2019 dann auch bereits ein Nachfolgemodell auf den Markt gebracht. Die RX100 VII * hat den selben Brennweitenbereich von 24-200 mm, aber zusätzlich Verbesserungen beim Autofokus und einen Mikrofon-Eingang fürs Filmen.

200 mm sind einfach genial in den Bergen!

Warum ich beide Kameras trotz ihres gehobenen Preises empfehlen möchte ist der erweitere Telebereich.

200 mm in der Bergfotografie zu haben ist einfach ein Traum. Oft liegen spannende Motive in der Ferne. Bei früheren Modellen der RX100 Serie (I-V) war im Telebereich bei 70-100 mm Schluss. Bei weiter entfernten Objekten ist das leider zu wenig.

Hier ist ein Beispielfoto vom Mount Everest, das ich ohne Teleobjektiv nicht hätte schießen können. Das Foto ist bei 200 mm entstanden. Mit der RX100 Serie war das bis jetzt nicht möglich.

Everest Sonnenuntergang

Mount Everest Nahaufnahme – Unmöglich ohne Teleobjetiv

Mit der Sony RX100 VI * sind nun auch solche Fotos machbar und zwar mit einer äußerste kompakten Kamera mit einer perfekten Bildqualität, die zusätzlich noch einen Sucher besitzt. Ihr müsst nun nicht mehr ein Teleobjektiv mitschleppen. Der Sucher ist bei grellem Licht in den Bergen einfach extrem wichtig für die Bildkomposition.

Die 24 mm im Weitwinkelbereich, die auch schon die Vorgängermodelle (bis auf die RX100 I) hatten, sind natürlich in den Bergen sehr praktisch für weitläufige Bergpanoramen.

Die Bildqualität der Teleaufnahmen ist wirklich gut. Das ist ein wichtiger Punkt, denn bei den meisten Kameras nimmt die Bildqualität im Tele-Bereich deutlich ab und die Fotos werden weich und schwammig.

Die Sony RX100 VI ist nicht die erste Kompaktkamera mit einem 1 Zoll großen Sensor und einem erweiterten Zoombereich, aber mit Sicherheit hat sie die beste Bildqualität bei dieser kompakten Größe.

Die Sony RX100 VI Bildqualität habe ich getestet und kann dies nur bestätigen.

Attersee

Höllengebirge

Schottland

Beispielfotos der Sony RX100 VI

Die neue Sony ZV1 – Genial für Film und Foto

Sony ZV1

2020 hat Sony eine neue Kompaktkamera vorgestellt, nämlich die Sony ZV1 *.

Sie ist der RX100-Serie ähnlich, wirkt aber etwas moderner und besitzt zusätzlich noch tolle Features fürs Filmen. In der oben vorgestellten Bestenliste von Chip hat sie gleich einen Platz in den vordersten Rängen eingenommen.

Eigentlich ist sie für Video-Blogger entwickelt worden, macht aber auch als Outdoor-Kamera eine tolle Figur, wenn man eben neben dem Fotografieren in den Bergen auch Filmen möchte. Ich persönlich mache das in den letzten Jahren immer mehr und finde diese neue Kameraklasse sehr interessant.

Sie besitzt ein lichtstarkes 24-70mm f/1.8-2.8 Objektiv, ein komplett dreh- und schwenkbares Display, mit dem man sich gut selbst fotografieren und filmen kann, einen eingebauten Graufilter und natürlich auch die herausragende Bildqualität der RX100-Serie.

Ebenso ist ein sehr gutes Mikrofon verbaut, wenn man beim Filmen auf Audio größeren Wert legt.

Wenn ihr keine 200 mm Brennweite benötigt, aber neben dem Fotografieren auch einen Fokus aufs Filmen beim Wandern und Bergsteigen habt, dann ist die neue Sony ZV1 * die richtige Kamera für euch.

Vorteil: Tolle Outdoor-Kamera, wenn auch gerne gefilmt wird

Sony-Alternative in der Kompaktkamera-Klasse

Nun möchte ich aber auch eine Alternativen zu den Sony-Kameras vorstellen, die ich ebenso gut fürs Wandern und Bergsteigen erachte.

Diese Kamera hat neben ihren tollen Features auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Canon G7x

 

Die Canon PowerShot G7 X Mark II * ist eine sehr gut ausgestattete Kamera mit einem 1 Zoll großen Sensor. Sie besitzt einen Brennweitenbereich von 24-100 mm, mit dem ihr in den Bergen flexibel seid.

Ein schönes lichtstarkes Objektiv gibt euch Spielraum bei etwas weniger Licht. Sie ist sehr kompakt und lässt sich Canon-typisch sehr gut und einfach bedienen.

Außerdem sagt man Canon Kamera voraus, dass sie die schönste Farbwiedergabe besitzt!

Auf jeden Fall empfehlenswert als Kamera für den Berg.

Vorteil: Solide und gut ausgestattete Sony-Alternative für Canon-Liebhaber mit den schönsten Farben

Sony Alpha 6000 Systemkamera – Flexibel wie keine andere beim Wandern


Sony Alpha 6000
Die Sony Alpha 6000ir?t=a0a2c8 21&l=am2&o=3&a=B00IE9XHCM * ist eine Systemkamera, die zwar nicht mehr in die Hosentasche passt, aber dennoch kompakt ist. Sie hat unzählige Einstellungsmöglichkeiten für den ambitionierten Fotografen und ist durch die Wechselobjektive sehr flexibel einsetzbar.

Sie besitzt einen guten Sucher, der bei hellem Licht bzw. bei Gegenlicht am Berg sehr hilfreich ist. Die Bildqualität des APS-C Sensors ist hervorragend. Mit den richtigen Objektiven habt ihr mit dieser Kamera mehr Spielraum im Weitwinkel- und Telebereich, was in den Bergen oft sehr vorteilhaft ist. Auf die Sony Alpha 6000 passen Objektive mit dem E-mount Bajonett.

Mit dem Peak Design Capture Clip * lässt sie sich am Schulterriemen des Rucksacks stabil befestigen uns ist beim Wandern immer griffbereit. Zu dem Clip habe ich auch ein Video gedreht, um euch das Gadget vorzustellen.

Ein wirklich nützliches Teil!

Es gibt von dieser Kamera einige Nachfolgemodelle, aber diese sind wesentlich teurer. Meiner Meinung nach lohnt es sich hier nicht, mehr Geld auszugeben. Das könnt Ihr dann besser in Objektive stecken.

Beim Klettern muss man sie natürlich aufgrund der Größe wegpacken. Ich selbst besitze auch diese Kamera und habe sie bei zahlreichen Touren in den Bergen, teilweise bei Hochtouren wie am Ortler oder bei meiner Reise nach Tibet mitgehabt. Eine fantastische Kamera!

Vorteile: günstiger Body, sehr gute Bildqualität bei Verwendung guter Objektive, elektronischer Sucher, sehr viele Einstellungsmöglichkeiten

Nachteile: nicht hosentaschentauglich, weniger gute Akkulaufzeit (Ersatzakku benötigt), gute Objetive teuer

Die folgenden Objektive kann ich für die Berge empfehlen

Sony 1018mm F4 OSS Titel 2

 

Die folgenden ausgezeichneten Objektive kann ich euch für die Sony Alpha 6000-Serie empfehlen. Einige Objektive verwende ich selbst seit mehreren Jahren und finde sie wirklich gut.

  • Sony SEL-1018 *ir?t=a0a2c8 21&l=am2&o=3&a=B009AU9CQO – ein gutes Ultra-Weitwinkel Objektiv (10-18 mm) für die Sony Alpha 6000, mit dem ihr weitläufige Berglandschaften ausgezeichnet abbilden könnt. Ich habe das Objektiv seit Jahren im Einsatz und es ausgiebig getestet. Hier findet ihr meinen Testbericht: Sony 10-18 mm F4 Test – Alternativlos, aber auch gut?
  • Tamron 11-20mm f/2.8 * – Das derzeit beste und lichtstärkste Ultraweitwinkel-Zoom für 6000-Serie. Eine klare Empfehlung für diese Linse.
  • Samyang 12mm * –  Ein sehr beliebtes manuelles Ultra-Weitwinkel Objektiv, Festbrennweite mit einer tollen Bildschärfe und super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sony SEL-1670 *ir?t=a0a2c8 21&l=am2&o=3&a=B00EUFTT62 – Ein hochwertiges Standardobjektiv von Zeiss, ein sehr gutes „Immerdrauf“-Objektiv beim Wandern
  • Tamron 17-70mm F/2.8 * – Das derzeit lichtstärkste und beste Zoom-Objektiv für Sonys Alpha 6000-Serie
  • Sony SEL-55210ir?t=a0a2c8 21&l=am2&o=3&a=B00HV9TB4O * – Ein günstiges, aber gutes Teleobjektiv bis 210 mm, das mir besondere Aufnahmen von weiter entfernten Bergen ermöglicht hat 

Beispielbilder Sony Alpha 6000

Reise zum Mount Everest

Sony Sel1018 Beispielfoto

Sony Sel5521018 Beispielfoto

Sony Alpha 6000 Beispielfotos

Fazit – Kamera für’s Wandern und Bergsteigen

Jetzt habe ich natürlich sehr viele Kameras vorgestellt, aber welche sollte ich nun am besten verwenden?

Alle sind sehr gut tauglich als Kamera für’s Wandern und Bergsteigen. Mir persönlich ist eine gute Bildqualität und ein RAW-Modus für die Bergfotografie am wichtigsten.

Kauft euch bitte keine billige Kamera, denn die Qualität ist einfach nicht gut.

  • Die Sony Sony RX100 VI * und Die RX100 VII * sind aufgrund ihrer Größe, Flexibilität und ihrer wirklich tollen Bildqualität meine erste Wahl als Kamera fürs Wandern und Bergsteigen.
  • Wenn ihr lieber mit Canon-Kameras fotografiert, dann ist die Canon PowerShot G7 X Mark II * eine gute Wahl.
  • Die  Sony Alpha 6000ir?t=a0a2c8 21&l=am2&o=3&a=B00IE9XHCM * ist als Systemkamera eine andere Kameraklasse mit zusätzlichen Features und E-Mount Wechsel-Objektiven. Sie passt zwar nicht mehr in die Hosentasche, ist aber gerade für extreme Weitwinkelaufnahmen in den Bergen meine erste Wahl. Sie ist mittlerweile günstig zu haben. Natürlich müsst ihr noch in Objektive investieren, habt aber mir ihr die beste Flexibilität beim Fotografieren.
  • Wenn ihr beim Wandern und Bergsteigen neben dem Fotografieren auch noch gerne filmt, dann ist die brandneue Sony ZV1 * auf jedenfall die erste Wahl.

Ich verwende einige der hier vorgestellten Kameras übrigens auch auf meinen Trekking-Reisen, wenn ich mir die Berge der Welt ansehe.

Dazu gibt es meinen Beitrag: Die wirklich beste Reisekamera

Ich hoffe, der Beitrag war hilfreich und ich wünsche euch viel Spass beim Fotografieren in den Bergen.

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Stefan Blog

Über den Autor
Der Wiener Hobby-Fotograf Stefan Czurda bereist und fotografiert exotische Bergwelten rund um den Globus. Wenn er nicht in den Bergen ist, fotografiert er am liebsten mit seiner Leica M und mit manuellen Linsen. Mehr über der Autor erfährt ihr hier.

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