Triathlon fotografieren – Ein paar Eindrücke

Triathlon fotografieren

Triathlon fotografieren

Vor ein paar Tagen habe ich beim Vienna Triathlon fotografiert, eine neue Sportart! Mein Freund Markus, selbst ein Triathlon-Sportler, hat mir das Sportereignis empfohlen.

Ein spannendes Event, das für einen Sportfotografen sehr lohnend ist, da man gleichzeitig drei verschiedene Sportarten schießen kann.

Hier eine Zusammenfassung über meine Eindrücke beim Triathlon fotografieren.

Equipment und Einstellungen

Meine Sony Alpha 7 III * Vollformatkamera und das Sony SEL 70-200 mm f/2.8 GM * Teleobjektiv sind mittlerweile zu meinem Standard-Equipment bei Sportevents geworden. Für mich einfach eine geniale Kombination, die sehr gute und scharfe Fotos liefert, die richtigen Einstellung vorausgesetzt.

Nach zahlreichen Sportevents habe ich meine perfekten Autofokus-Einstellungen für die Sony Alpha 7 III gefunden:

Modus  Zeitautomatik
Dateiformat RAW
Bildfolgemodus Serienaufnahme: Hi
Fokusmethode Nachführ-AF
Fokusfeld Erweit. Flexible Spot
AF-Empfindlichkeit 5 (Reaktionsfähig)
AF b. Auslösung Ein (= Back Button AF)
ISO Auto (mit max. 12800)
ISO AUTO Min. VS 1/1000
Messmethode Mitte

Da die Einstellungen doch etwas komplexer sind, habe ich mir sie auf eine Schnellwahltaste des Modulwahl-Rades gelegt. Warum ich diese Einstellungen gewählt habe, habe ich in diesem Betrag erklärt.

Die Sporteinstellungen haben am Wahlrad immer Position 2 (Portraits im Studio immer Position 1). So kann ich sie immer ganz einfach abrufen.

Triathlon fotografieren – Ein paar Eindrücke

Schwimmen

Am schwierigsten war es auf jeden Fall, den Schwimmbewerb zu fotografieren, mit dem der Triathlon startet.

Wenn die Sportler das Wasser betreten, dann kann schon mal das eine oder andere interessante Foto entstehen.

Triathlon fotografieren – Ins Wasser vor dem Start

Der Start war in mitten des Flusses, konkret an der Neuen Donau in Wien. Die Athleten kamen leider beim Schwimmen nicht besonders nahe an das Ufer heran. Somit waren formatfüllende Teleaufnahmen mit dem 70-200 mm Teleobjektiv nicht so einfach möglich.

Abhilfe schafft hier der Cropmodus der Kamera (APS-C S35), den ich mir auf die C3-Taste der Sony Alpha 7 III gelegt habe. So kann ich um den Crop-Faktor (1.5 x der verwendeten Brennweite) digital zoomen, was allerdings die Auflösung von 24 Megapixel auf 10 Megapixel verringert.

Da ich derzeit nur das 70-200 mm Objektiv besitze, musste ich mit der geringeren Auflösung leben. Wenn man die Bilder nicht riesengroß ausdrucken möchte, ist das aber kein Problem.

Ich könnte mir natürlich auch die Vollformatbilder später zuschneiden und müsste den Crop-Modus nicht nutzen. Im Sucherbild hatte ich aber trotzdem mehr Teleansicht. So konnte ich mir in der Hektik des Schwimmens mit zahlreichen Athleten ein paar interessante Szene isolieren.

Das Ganze war natürlich ein Kompromiss, aber trotzdem sehr hilfreich, wenn man nur 200 mm Tele dabei hat.

Dieses Bild finde ich trotz Cropmodus sehr gelungen! Es zeigt die tolle Dynamik beim Schwimmen und auch eine sehr ästhetische Bewegung beim Sport.

Vienna Triathlon

Nicht so einfach zu fotografieren – Schwimmbewerb beim Vienna Triathlon

Sicher hätten mir das Sony SEL-100-400 mm f/4.5-5.6 GM * oder das neue Sony SEL-200-600 mm f/5.6-6.3 G * bzw. ein Telekonverter gute Dienste erwiesen. Aber diese Equipment besitze ich, wie gesagt, leider nicht. Vielleicht werde ich mir eines der beiden Objektive in Zukunft anschaffen.

Das Posing der Sportler beim Luftholen war nicht sehr fotogen, was natürlich verständlich ist. Die Athleten sollen allerdings vorteilhaft abgebildet werden. Ein Sportler unter Wasser ist auch nicht so ein tolles Motiv. Hier muss man schon sehr gut antizipieren, damit man eine vorteilhafte Bewegung abbildet.

Trotz aller Schwierigkeiten ist die Hektik beim Schwimmen schon ziemlich cool und hat natürlich auf ein Foto müssen. Gegebenenfalls kann man eine interessante Szene durch einen guten Zuschnitt verbessern.

Hektik beim Triathlon

Hektik beim Schwimmen

Spannend zum Fotografieren waren natürlich auch die Wechsel der Sportarten beim Triathlon, wenn die Sportler die Neoprenanzüge ausziehen bzw. das Rad verstauen, wenn der Lauf-Event beginnt!

Hier müsst ihr ein wenig das Geschehen beobachten und euch gut vorbereiten, wo die Hot-Spots zum Fotografieren sind, damit ihr solche Szenen schön einfangen könnt. Mein Freund Markus hat mir das im Vorfeld alles genau erklärt.

Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren

Radfahren

Nach dem Schwimmen sind die Akteure dann mehrere Runden mit dem Rennrad im Kreis gefahren. Hier habe ich mir dann in aller Ruhe schöne Spots zum Fotografieren suchen können. Ein wenig auf das Licht achten und dann einfach stimmige Szenen schießen.

Ich probiere bei Sportevents die Szenen und Ausschnitte ein wenig zu variieren. Natürlich möchte ich die Sportler so nah wie möglich abbilden. Auf den modernen Bikes in Rennrad-Pose entstanden sehr coole Nahaufnahmen.

Formatfüllendes Sportfoto

Klassisches Sportfoto – Formatfüllende Aufnahme

Natürlich achte ich darauf, dass ich weibliche und männliche und Sportler abbilde.

Coole sportliche Pose beim Radsport

Bei formatfüllenden Aufnahmen weiß man dann wieder, warum man in eine weit über 2000.- Euro teure Linse investiert hat.

Bei Offenbarende f/2.8 ließen sich die Akteure einfach wunderbar freistellen und die teils störenden Objekte verschwimmen im Bokeh. Das Sony SEL 70-200 mm f/2.8 GM * ist eine traumhafte Linse für solche Aufnahmen und schon bei f/2.8 knackscharf.

Die Bildqualität habe ich mir in diesem Beitrag genauer angesehen.

Um ein wenig Abwechslung auf den Fotos zu bekommen, habe ich mir dann auch ein paar Szenen gesucht, wo ich mehrere Sportler gleichzeitig abbilden konnte, um ein wenig die Wettkampfatmosphäre zu vermitteln.

Besonders gut eigneten sich dazu Gruppen von Sportlern. Wichtig ist, dass der Erster der Gruppe scharf abgebildet wird und nicht einer der hinteren Radfahrer, sonst wirkt das Bild unruhig!

Der Bildaufbau soll möglichst simpel und ohne störende Objekte sein. Die Leitkegel stören hier nicht und geben dem Bild hier ein wenig Tiefe.

Wettkampfatmosphäre

Auch hier entstanden beim Wechsel vom Radfahren zum Laufen interessante Fotos. Solche Bilder können später chronologisch benutzt werden und erzählen dann eine Story über das Sportevent.

Das ist sinnvoll, wenn ihr die Fotos online herzeigen möchtet oder einem Auftraggeber vermittelt, der die Fotos zusammen mit einem Text nutzen möchte.

Wechselzone beim Triathlon

Wechseln vom Rad zum Laufen

Laufen

Beim nächsten Wechsel richteten sich die Läufer für die nächste Sportart hier. Hier konnte ich immer wieder spannende Szene fotografieren. Beim Triathlon ist die Wechselzone auf jeden Fall ein heißer Tipp für coole Sportfotos.

Zeitcheck

Nach der Wechselzone wurden die Sportler mit Wasser versorgt. Auch hier ergibt sich wieder ein spannendes Szenario beim Triathlon fotografieren.

Erfrischung

Danach machte ich prinzipiell das gleiche wie beim Radsport. Formatfüllende Aufnahmen und ein paar Shots mit mehren Akteuren, um auch hier wieder die Wettkampfstimmung rüberzubringen!

Abschließend dann noch ein paar Fotos, wie die ersten Sportler im Ziel eintrafen und mein erster Triathlon ist im Kasten.

Ziel Trialthlon

Die ersten Sportler im Ziel

Fazit – Triathlon fotografieren

Triathlon ist sicher kein Massensport, aber zum Fotografieren sehr spannend. Mit einem Objektiv, das etwas mehr als 200 mm hat, hätte ich mir beim Schwimmen etwas leichter getan! Die Motivauswahl ist beim Wassersport sicher um einiges anspruchsvoller als beim Radfahren und Laufen.

In der Wechselzone solltet ihr euch auf jeden Fall zum richtigen Zeitpunkt aufhalten, dort gibt es sehr spannende Szenen!

Die Fotos haben abschließend noch einen dramatischen Farblook bekommen, indem ich die Farben entsättigt und die Kontraste verstärkt habe.

Für den Sportfotografen ist Triathlon fotografieren sehr aufregend, da man drei Sportarten bei einem Event schießen kann.

Selbst bin ich zufrieden. Ich denke die Fotos sind toll geworden und ich habe beim Fotografieren einer neuen Sportart wieder einiges gelernt.

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