Die 10 höchsten Berge Österreichs

Die zehn höchsten Berge Österreichs

Für viele Bergsteiger sind Listen von den höchsten Bergen einer bestimmten Region zum Erreichen ihrer sportlichen Ziele wichtig. Aber welche sind die zehn höchsten Berge Österreichs?

Eigentlich eine einfache Frage, oder doch nicht?

Die Schwierigkeit besteht darin, was man als Berg definiert und welche Kriterien man bei der Auflistung heranzieht. In diesem Beitrag möchte ich mich deshalb mit diesem Thema befassen und natürlich gibt es eine Menge Fotos dazu!

Höchsten Berge Österreichs

Großglocker (rechts) und Glockerwand (links) Westseite – Die höchste und viert-höchste Erhebung Österreichs (Hohe Tauern)

Wenn sich Höhen von Bergen ändern

Eine Liste der zehn höchsten Berge Österreichs weist eine gewisse Dynamik auf, was bedeutet, dass sich die Höhe eines Berges ändern kann. Einige Berge sind Schneegipfel bzw. vergletschert.

Wildspitze (links) und Weißkugel (rechts) – Der zweithöchste und dritthöchste Berg Österreichs (Ötztaler Alpen)

Durch das Abschmelzen verringert sich natürlich die Höhe, was beim Großvenediger und beim Hinteren Brochkogel der Fall ist. Somit kann sich die Reihenfolge der zehn höchsten Berge gelegentlich verändern.

Bei den drei Höchsten – Großglockner, Wildspitze und Weißkugel – ist dies eher unwahrscheinlich.

Großvenediger

Bergpanorama um die Großvenediger (links hinten) Südseite (Hohe Tauern) – Der fünfhöchste Berg Österreichs

Die Schwierigkeit bei der Erstellung solcher Listen besteht darin, wie man einen Berg definiert. Der Kleinglockner mit einer Höhe von 3770m fehlt in der Liste, während die Glocknerwand, als vierthöchster Berg (3722m) in die Liste aufgenommen wurde.

Hier kommt der Begriff der Schartenhöhe ins Spiel, mit dem versucht wird, zwischen Berg und Gipfel zu unterschieden.

Schartenhöhe – Wie definiere ich einen Berg?

Aber was ist eigentlich die Schartenhöhe? Vereinfacht gesagt ist sie der geringste Abstieg, den man machen muss, um auf einen höheren Berg zu gelangen. Die Schartenhöhe eines Gipfels entspricht der Höhendifferenz zwischen einem Gipfel und der höchstgelegenen Scharte, die zu einem höheren Gipfel führt.

Aber was ist jetzt der Unterschied zwischen Berg und Gipfel? Diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten, da es hierzu kein einheitliches System gibt.

Die UIAA hat bei der Erstellung ihrer offiziellen Liste der Viertausender der Alpen eine Mindestschartenhöhe von 30m definiert, um einen Gipfel in die Liste aufzunehmen. War dies bei einem Gipfel nicht der Fall hat man in seltenen Fällen zusätzlich morphologische und alpinistische Kriterien herangezogen.

Die hohen Ötztaler – Similaun (links) und Hintere Schwärze (rechts)

Ein Berg muss natürlich eigenständiger sein als ein Gipfel. Je nach Quelle werden hier 100m oder auch 300m Mindestschartenhöhe diskutiert (sehr interessante Artikel darüber findet ihr hier und hier).

Diese Größenordnungen beziehen sich allerdings auf die Alpen. Im Himalaya beträgt die geringste Schartenhöhe für einen Berg 500m (siehe hier). Interessant wird es, wenn man die minimale Schartenhöhe mit 300m für die höchsten Berge Österreichs festsetzt.

Hinterer Brochkogel

Weniger bekannt – Der Hintere Brochkogel, Nachbar der Wildspitze (Ötztaler Alpen)

Dann würden nämlich folgende bekannte Berge nicht berücksichtigt werden:

  • Glocknerwand – Schartenhöhe von 125 m
  • Hinterer Brochkogel – Schartenhöhe von 160m
  • Similaun – Schartenhöhe von 250m
  • Vorderer Brochkogel – Schartenhöhe von 165m

Da diese Berge allerdings von bergsteigerischem Interesse sind, dürfen sie in der Liste der zehn höchsten Berge Österreichs nicht fehlen.

Mir sind leider nicht alle Schartenhöhen der höchsten Erhebungen Österreichs bekannt, und ich weiß leider auch nicht, ob es dazu überhaupt Daten gibt. Ich denke aber, dass man mit einer Schartenhöhe von mindestens 100 m die zehn höchsten Berge sehr gut definieren kann.

Großes Wiesbachhorn

Großes Wiesbachhorn, Blick von der Großglockner Hochalpenstraße (Hohe Tauern)

Die zehn höchsten Berge Österreichs sind demnach:

  1. Großglockner – Hohe Tauern (3798m)
  2. Wildspitze – Ötztaler Alpen (3768m)
  3. Weißkugel – Ötztaler Alpen (3738m)
  4. Glocknerwand – Hohe Tauern (3722m)
  5. Großvenediger – Hohe Tauern (3657m)
  6. Hintere Schwärze – Ötztaler Alpen (3624m)
  7. Hinterer Brochkogel – Ötztaler Alpen (3623m)
  8. Similaun – Ötztaler Alpen (3599m)
  9. Großes Wiesbachhorn – Hohe Tauern (3564m)
  10. Vorderer Brochkogel – Ötztaler Alpen (3562m)

Höhenangaben: Quelle AMAP.at

Anmerkungen: Es werden keine Nebengipfel berücksichtigt. Für die höchsten Gipfel (nicht Berge) Österreichs gibt es eigene Listen (siehe 3000er.at bzw. Land der Berge).

Wandbilder von den höchsten Bergen Österreichs

Auf den meisten dieser Berge bin ich selbst gestanden und habe sie fotografiert.

Wollt Ihr stimmige Wandbilder von den höchsten Bergen Österreichs in Farbe oder Schwarz-weiß erwerben, dann schaut doch in meinem Bergbilder-Webshop vorbei.

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Ein Kommentar bei „Die 10 höchsten Berge Österreichs“

  1. Avatar Markus Forstinger sagt: Antworten

    Der Versuch die 10 höchsten Gipfel Österreichs in 10 Tagen zu bezwingen!
    Viel Spaß beim lesen!!! 😉
    http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Die-zehn-hoechsten-Gipfel-Oesterreichs-in-nicht-einmal-zehn-Tagen-bezwungen;art71,1184700

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