Day of the Dead Shooting – Von der Idee zur Umsetzung

Day of the Dead Shootings

Day of the Dead Shooting

Manchmal entsteht aus dem Nichts eine Leidenschaft für eine Sache, der man sich nicht entziehen kann.

So war es zumindest bei mir, als ich die verträumt-schönen Day of the Dead Motive das erste Mal sah.

Mit Fotoprojekten im Portraitbereich hatte ich noch wenig Erfahrung. Das machte allerdings nicht, denn man lernt ja bekanntlich durch seinen Herausforderungen, oder?

Von der Faszination motivierte startete ich mein erstes größeres Fotoevent, von dem ich Euch nun ein wenig erzählen möchte.

Day of the Dead – Das mexikanische Fest der Toten

Der Tag der Toten (Dia de los Muertos) sind Feierlichkeiten in Mexiko zur Ehren der Verstorbenen. Im Gegensatz zu Halloween ist das Treiben kein düsteres Event, sondern ein farbenfrohes Fest mit viel positiver Energie und Fröhlichkeit, das die Massen in Mexiko begeistert.

Dia de los Muertos – Feierlichkeiten in Mexiko (Bild copyright Greg Mill, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Die bunten Totenschädel aus Zucker, die Sugar Skulls, die ausschließlich zu diesen Feierlichkeiten von den mexikanischen Konditoren hergestellt werden und die düsteren La Catrina Figuren sind Teil dieser Tradition und mittlerweile weltweit bekannt, nicht nur bei Visagisten, sondern auch in der Tattoo-Szene.

Auch mich als Fotograf haben die verträumt-schönen La Catrina Figuren verzaubert, also machte ich mich an die Arbeit, um die passenden Partner – also eine Visagistin und zwei Models – für mein La Catrina Fotoprojekt zu finden.

Kooperation mit einer Visagistin

Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt ist das Um und Auf bei diesem Plan die Kooperation mit einer guten Visagistin, denn das Projekt steht und fällt natürlich mit eine guten Schminke.

Meine ersten Versuche über soziale Medien und andere Plattformen eine Visagistin zu finden scheiterte zunächst, aber dann meldete sich die junge und engagierte Visagistin Yvi bei mir. Wir verstanden uns gut und konnten eigentlich sofort gut miteinander arbeiten, was das Projekt auch sehr beschleunigte. Yvis Arbeiten könnt ihr Euch übrigens hier ansehen.

Mir war zunächst nicht klar, wieviel Aufwand es bedeutet, ein La Catrina-Motiv zu schminken. Yvi hatte gut neunzig Minuten zu arbeiten, ehe das Motiv fertig war. Diese Zeit mussten wir natürlich bei den kommenden Shootings berücksichtigen.

Probeshooting

Wir machten zunächst einmal ein paar Probetermine in meinem Studio, damit wir die Abläufe und den Zeitrahmen einschätzen konnten, um später dann mit Models reibungslos arbeiten zu können. Ebenso wollte ich natürlich auch ein paar Sachen beim Fotografieren ausprobieren, damit ich nachher die richte Stimmung auf den Fotos abbilden konnten.

Bei einem der Probeshootings wurde ich übrigens selbst von Yvi in einem sehr coolen „El Diablo Look“ geschminkt und fotografiert.

Ihr kennt den Film Suicide Squad, oder? Wenn nicht schaut mal auf diese Seite.

Hier sind zwei Fotos von dem Shooting.

Ich dürfte auch mal böse sein

Erfolgreiches Model-Casting

Nun gut…nach zwei Probeshootings fühlten wir uns beide in unserer Sache sicher und es war nun an der Zeit, die richtigen Models für unser Day of the Dead Shooting zu finden. Also starteten wir in den sozialen Medien ein kleines Casting.

Ich war derart erstaunt, wie groß die Resonanz war, denn mit gut zwanzig Anfragen hatte ich definitiv nicht gerechnet. Ja…La Catrina Motive sind definitiv beliebt!

Leider musste ich achtzehn Damen und einem Herren absagen und wir entschieden uns letztendlich für die Studentin Marie und die österreichische Schauspielern und Sängerin Laura Schneiderhan. Lauras Schaffen könnt Ihr Euch übrigens auf Ihrer Webseite ansehen.

Wir haben uns zwei gänzlich unterschiedliche Models ausgesucht, damit wir einen Pool an verschiedenen Fotos anfertigen können. Yvi konnte so auch zwei verschiedene Arten von La Catrinas verewigen, was das Ganze natürlich für uns beide sehr spannend machte.

Visagistin Zombheart beim Schminken

Visagistin Yvi bei der Arbeit

Day of the Dead Shooting – Der große Tag

Obwohl wir natürlich lange auf das Day of the Dead Shooting hingearbeitet hatten, waren wir dennoch entspannt und gut vorbereitet. Die Probeshooting waren auf jeden Fall sehr hilfreich!

War starteten an einem Sonntag zunächst mit Laura, Marie sollte dann ca. drei Stunden später folgen. So hatten wir genügend Zeit zum Schminken und Fotografieren und absolut keinen Stress.

Bei Laura entschied sich Yvi für eine klassische La Catrina mit rotem Farbton und einer roten Blumenkrone. Bei Maries Look dominierte ein stimmiger Blauton.

Laura & Marie: Zwei Models, zwei unterschiedliche Looks

Um einen düsteren Look zu kreieren, wählte ich einen rein schwarzen Hintergrund. Alles andere hätte für mich hier nicht gepasst. Ich stehe ja generell auf einfärbige Hintergründe, die meinen schlichten Stil in der Portraitfotografie unterstreichen.

Zusätzliche habe ich einige Fotos in einem Schwarz-Weiß Stil bearbeitet. Dieser Look kommt bei mir eigentlich bei jedem Portraitshooting zur Anwendung.

Kameraeinstellungen, Licht und Position der Models

Alle Fotos habe ich mit der Sony Alpha 7 und dem Sony SEL-55F18 Zeiss Objektiv geschossen, eine grandiose Linse. Ebenso habe ich mit Yongnuo YN560-III Blitzen und einer SMDV Octabox gearbeitet. 

Ich habe sowohl meine Standardeinstellungen für Portraits verwendet (f/8 – 1/160s – ISO 100), aber auch auf f/1.8 abgeblendet, um schöne Bokeh-Effekte zu erzielen.

Schöne Bokeh-Effekte bei großer Blende

Bei Verwendung von großen Blenden, musste ich natürlich die Blitze entsprechend herunterregulieren.

Mit Aufsteckblitzen ist das problemlos möglich, ein großer Vorteil, wenn man seine Blitze im Heimstudio nicht überdimensioniert.

Mehr zu meinem Equipment finden Ihr übrigens in diesem Beitrag.

Neben dem klassischen Portraitlicht, das dezent von der Seite kam, habe ich das Hauptlicht auch frontal von Unten positioniert, was einen düsteren und mysteriösen Look erzeugte.

Blitz von unten

Ebenso haben wir mit der Position der Models und der Kameraperspektive gespielt. Einige Fotos sind im Sitzen entstanden, während ich von oben auf einer Leiter stehend fotografiert habe. So hatten wir unterschiedliche Blickwinkel, die die Bilder spannend und variabel machten.

Kamera von oben

Wenn man so ein Shooting umsetzt, muss man einfach viel ausprobieren, um dieses kreativ Setting richtig auszunutzen. Ich hoffe doch, dass uns das ganz gut gelungen ist!

Auf dem rechten Foto sind beispielsweise bewusst keine Catchlights in den Augen von Laura zu sehen. Dieser „Tote Augen Look“ sollte eine bedrohliche Stimmung erzeugen und läßt das Bild sehr düster wirken. Der Schwarz-Weiß-Look verstärkte diese düstere Stimmung noch ein wenig!

Ein tolles Team

Ich denke wir haben letztendlich im Februar diesen Jahres ein tolles Projekt umgesetzt. Das Shooting hat mir gezeigt, dass ich mich im Bereich Posing noch weiterentwickeln muss, was ich auch in den darauffolgenden Monaten gemacht habe. Man lernt nie aus und das ist ja auch gut so!

Vielen Dank an Yvi, Marie und Laura…es war eine tolle Erfahrung mit Euch allen zu arbeiten.

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Falls Ihr Interesse an einem Day of the Dead Shooting hat, nehmt einfach Kontakt mit mir auf!

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